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Tierheilpraxis und Ernährungsberatung
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Was heißt schon alt....?

Tierheilpraxis
Veröffentlicht von in Alter Hund · 20 November 2020
Was heißt schon „alt“…?

Wann ist ein Hund alt? Diese Frage lässt sich nicht so ganz einfach beantworten und ich muss zugeben, dass ich mich bei der Altersschätzung meiner Patienten auch schon das ein oder andere Mal vertan habe.
 
Klar ist, das große Hunde früher altern als die Vertreter kleiner Rassen. Ein Rottweiler mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 8 bis 10 Jahren wird vielleicht schon mit 5 langsam ruhiger. Wogegen ein Jack Russell Terrier, der ohne weiteres 16 Jahre alt werden kann, mit 10 Jahren manchmal noch rum hüpft wie ein Jungspund.
 
Auch an der Graufärbung des Fells kann man das nicht immer festmachen. Manche Rassen bekommen schon recht früh graues Fell. Bei anderen liegt die frühe Graufärbung eventuell an einem Nährstoffmangel im Futter. Das ist von außen also erstmal nicht zu erkennen.
Als Hilfe könnt ihr Euch einfach eine Faustformel merken:
 
 
Das letzte Drittel der rassetypischen Lebenserwartung kann man als Seniorenalter ansehen
   .
 
 Aber grundsätzlich ist das erstmal nur eine grobe Faustformel. Ein Schema, in das längst nicht jeder Hund passt.

Denn die Lebenszeit eines Hundes hängt von vielen Faktoren ab, am meisten aber von seinen tatsächlichen Lebensumständen.
 
Muss er zum Beispiel gegen Krankheiten kämpfen, hat er ausreichend Bewegung und eine bedarfsgerechte Ernährung?

Der kleine Tricki-Woo von Mrs Pumphrey, in „Der Doktor und das liebe Vieh“, müsste sein Sofaleben mit Sahnetorten und Pralinen sicher mit einigen Jahren Lebenszeit bezahlen.
 Ich gehe aber mal davon aus, dass er außerhalb seiner Rolle als Filmstar ein normales Hundeleben geführt hat (so normal, wie es für einen Pekinesen geht.)

Übergewichtige Hunde haben leider nicht nur (fast) immer mit Krankheiten zu kämpfen, sondern ihre Lebenserwartung verkürzt sich um ca 20%. Und das ist wirklich sehr viel.
 
Aber natürlich gibt es auch Vertreter großer Rassen, die ihre vorhergesagte Lebenszeit deutlich übertreffen.
 
Außerdem gibt es grundsätzlich lebensverlängernde Entwicklungen, die für unsere Tiere, wie für uns Menschen, gleichermaßen gelten.
 Mit Hilfe der modernen Medizin steigt die durchschnittliche Lebenserwartung nicht nur von uns, sondern auch von unseren Haustieren, immer weiter an.
Viele Erkrankungen, die früher unerkannt zum Tod geführt haben, lassen sich mittlerweile sehr früh erkennen und gut behandeln.
 
Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass unsere Hunde jetzt später anfangen zu altern.
Das mag bei dem einen oder anderen vielleicht so sein, aber viel wahrscheinlicher ist, dass sich die Senioren-Zeit dadurch verlängert.

Was wiederum für viele Hunde bedeutet, dass sie eine lange Zeit mit ihren altersbedingten Erkrankungen leben müssen.
 
Denn im Alter schleichen sich viele Erkrankungen ein. Die Organe arbeiten nicht mehr zuverlässig oder auf jeden Fall nicht mehr so leistungsfähig wie in jungen Jahren.
Es kommt zu Organerkrankungen, zu Entgleisungen im Stoffwechsel, zu Verschleiß im Bewegungsapparat usw. Viele dieser altersbedingten Erkrankungen sind heute gut zu behandeln.
 
Trotzdem bedeuten sie natürlich auch einen Verlust an Lebensqualität. Es kommt zu Einschränkungen in der Bewegung und/oder in der Ernährung. Zu Untersuchungen, die meistens mit viel Stress verbunden sind. Und zwar sowohl für die Tiere als auch für die Besitzer. Frauchen und Herrchen leiden manchmal sogar mehr 😉

 Dagegen hilft nur" vorbeugen".

 Natürlich kann man nicht gegen jedes Zipperlein und jede Krankheit vorbeugen. Aber man hat schon viele Ansatzpunkte und Möglichkeiten.
 
Und jetzt kommt auch das letzte Drittel, über dass ich oben geschrieben habe, wieder ins Spiel.
 
Denn spätestens ab jetzt sollte jeder Hundebesitzer anfangen, auf bestimmte Punkte zu achten.
 
Wie ist die Verdauung? Muss das Futter eventuell angepasst werden. Ein Senior hat einen anderen Bedarf und einen anderen Anspruch an sein Futter als ein Hund im mittleren Alter. Und das bezieht sich nicht nur auf die Futtermenge.

Bei vielen Hunden schleichen sich im Bewegungsapparat jetzt langsam Probleme durch Verschleiß ein? Wenn ältere Hunde plötzlich ruhiger werden, nicht mehr aufs Sofa kommen, nicht mehr gerne ins Auto springen, hat das nicht unbedingt nur was mit dem Alter zu tun.
 
Häufig stecken Schmerzen dahinter, die man ihnen oft mit wenig Aufwand nehmen kann.

Wie arbeiten die inneren Organe? Ist noch alles top oder gibt es an der ein oder anderen Stelle Bedarf zum Handeln?
 
Ab jetzt ist es sehr sinnvoll, ein jährliches, geriatrisches Blutbild beim Tierarzt erstellen zu lassen.
So kann man, sich eventuell anbahnende Erkrankungen, rechtzeitig erkennen und behandeln.
 
Das letzte Lebensdrittel unseres felligen Begleiters erfordert von uns tatsächlich besondere Aufmerksamkeit, damit wir die Zeichen der Zeit erkennen.

Es ist das Drittel, der besonderen Sorgfalt. Unsere Hunde haben es verdient.

 
 

 
 
 
 



Tierheilpraktikerin Maike Sauerstein        
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Bei den hier vorgestellten Methoden sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art handelt es sich um alternative Heilverfahren, welche weder nachgewiesen noch wissenschaftlich und schulmedizinisch anerkannt sind.
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