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Calendula - das pflanzliche Wundpflaster

Tierheilpraxis
Veröffentlicht von in Homöopathie/Phyto · 8 April 2021
Die Ringelblume, nicht mehr wegzudenken aus der Hausapotheke!
Calendula, die Ringelblume

 
Eine wunderschöne Blume und ein unverzichtbarer Bestandteil meiner/jeder Hausapotheke.
 
Ich liebe die leuchtenden Farben dieser Blume und freue mich immer sehr, wenn die ersten orangen oder gelben Blüten bei uns im Garten auftauchen. Sie vermehren sich ja recht selbständig, wenn ihnen der Standort gefällt, aber ich habe damit kein Problem. Je mehr, umso besser.

Die Ringelblume ist uns wahrscheinlich allen, als Pflanze und als Bestandteil vieler Salben und Cremes bekannt. Ihre wertvollen Inhaltstoffe macht sich die Heilkunde schon seit sehr langer Zeit zu Nutze.


Wie wirkt Calendula?

Die Ringelblume wirkt entzündungshemmend, abschwellend und adstringierend (zusammenziehend). Sie hilft bei der Granulation (verschließt die Wunde) und regt das Immunsystem an. Außerdem wirken die, in ihr enthaltenen Saponine auch gegen Bakterien, Pilze und Viren.


Wann kann man Calendula einsetzen?

• Bei allen Wunden mit zerrissenen Wundrändern, bei denen die Wundränder keinen Kontakt haben.
• Bei Wunden die schlecht zu reinigen sind und/oder stark verschmutzt sind.
• Bei Schürfwunden (auch bei großflächigen)
• Bei Wunden an Stellen, die viel bewegt werden und deshalb schlecht heilen (in allen Beugegelenken oder in den Mundwinkeln)
• Bei Wunden, die sehr stark beansprucht werden (z.B. an den Pfoten/Ballen oder offene Liegeschwielen)
• Bei oberflächlichen Verbrennungen.
• Schlecht heilende Wunden sprechen sehr gut auf Calendula an. Die Blutgerinnung, Blutreinigung und die Hautdurchblutung werden durch Calendula angeregt und fördern auf diesem Weg die Wundheilung.
• Auch Eiter und starke Sekretbildung kann durch Calendula aufgelöst werden.

Aber bitte keine Experimente 😉, Wunden, die nicht heilen wollen gehören in die Hände einer Fachfrau/ eines Fachmannes.

Bei Tieren wird die Ringelblume nur äußerlich angewendet. Auch der Tee wird nicht ins Trinkwasser gegeben, sondern dient durchtränken der Umschläge oder Kompressen.

Für die folgenden Anwendungen könnt Ihr entweder Ringelblumenblüten in der Apotheke/Kräuterladen kaufen oder Ihr säht sie in Eurem Garten aus und erntet im Sommer die Blüten.

Mir tut es immer sehr leid, wenn ich die Blüten abschneiden muss. ☹Außerdem sieht die Pflanze dann nicht mehr wirklich hübsch aus. Deshalb habe ich immer ein zusätzliches Ringelblumenbeet in einer uneinsehbaren Ecke in meinem Garten. Aus diesem Beet wird dann hauptsächlich geerntet, damit ich mich über die anderen Ringelblumen weiter freuen kann 😊


Ringelblumen könnt Ihr auch in einem Balkonkasten oder einem großen Topf aussähen. Wichtig ist Ihnen hauptsächlich ein sonniger, warmer Platz.
 
 





Jetzt kommen wir aber endlich zur Anwendung:
 
Ringelblumentee:

• 1TL getrocknete oder 2TL frische Ringelblumenblüten mit
• 250ml kochendem Wasser übergießen und abgedeckt zehn Minuten ziehen lassen. Danach durch ein Sieb gießen.

 Das Abdecken der Tasse oder Kanne ist wichtig, weil sich die ätherischen Öle sonst sehr schnell verflüchtigen.
 
Den Tee könnt Ihr zum Auswaschen von Wunden, für Kompressen oder Umschläge nutzen.
 
Nicht ins Trinkwasser oder anders innerlich anwenden!
 
Ringelblumentinktur:

Auch die Tinktur könnt Ihr in der Apotheke kaufen (Calendula-Urtinktur) oder selbst herstellen.
 
Für die Herstellung braucht Ihr:
 
• 100g getrocknete oder 200g frische Ringelblumenblüten
• 60%igen Alkohol

Ihr befüllt ein Glas locker mit den Blüten und füllt es dann mit dem Alkohol auf. Das Glas gut verschließen und für ca. 4 Wochen an einen warmen, dunklen Ort stellen.
Das Glas aber nicht vergessen, es muss jeden Tag 2-3-mal geschüttelt werden 😊

Danach könnt ihr den Inhalt in ein Tuch geben und auspressen. Die Tinktur füllt Ihr am Besten in eine dunkle Flasche mit Tropf-Verschluss (bekommt Ihr auch in der Apotheke). Die Tinktur ist sehr lange haltbar.
 
Durch den hohen Alkoholgehalt beim Tier nicht innerlich anwenden!
 
Mit Hilfe der Tinktur könnt Ihr Euch eine Calendula-Lösung herstellen, die Ihr hervorragend bei frischen Wunden anwenden könnt.

Vermischt dazu:
 
• 100ml Kochsalzlösung
• 20 Tropfen Calendula-Urtinktur.

 
Wer keine Kochsalzlösung zuhause hat, kann sich auch die ganz schnell selbst herstellen:
• 1l Wasser
• 9g Salz
ca. drei Minuten kochen. Abkühlen lassen – und fertig!
 
Mit der Calendula-Lösung könnt Ihr Wunden reinigen und desinfizieren. Sie hilft auch gegen eventuellen Juckreiz oder Brennen.

Anstatt Lösung könnt Ihr natürlich auch Ringelblumensalbe verwenden.
 
Es gibt sehr viele Hersteller von hochwertiger Ringelblumensalbe, wer möchte, kann sie aber leicht selbst herstellen. Denn Salbenherstellung ist kein Hexenwerk 😉
 
Ihr braucht auch nicht viele Zutaten.                                                                                                                                                                                                               
Ringelblumensalbe:

• Zwei Hände voll frischer Ringelblumenblüten, klein geschnitten
• 250ml Öl in Bioqualität (Olivenöl, Jojobaöl…)
• 50g Bienenwachs

Und so geht´s:
 
Die Ringelblumen in dem Öl auf 70 Grad erwärmen (nicht kochen) und (unter Rühren) 15 Minuten ziehen lassen. Danach vom Herd nehmen.
 
Diese Ölmischung dann 24 Stunden ziehen lassen, mindestens aber über Nacht.
 
Bevor das Öl zum zweiten Mal erwärmt wird, müsst Ihr es von allen Pflanzenteilen befreien, in dem Ihr es durch ein Tuch laufen lasst.
 
Danach erwärmt Ihr das Öl nochmal und fügt das Bienenwachs hinzu. Wenn das Bienenwachs sich aufgelöst hat, lasst Ihr die Mischung noch ein wenig abkühlen und füllt sie dann um, in kleine Schraubdeckelgläser.
 
Im Kühlschrank hält sich diese Salbe ein Jahr. Und wenn Ihr sie beschriftet, dann geht es Euch nicht so wie mir. Ich finde immer irgendwelche Salbengläser und weiß nicht mehr was es ist…
 
Calendula in der Homöopathie:
 
Ihr könnt die Heilung auch durch eine homöopathische Gabe von Calendula unterstützen.
 
In der Homöopathie sind aber noch weitere Auffälligkeiten, Symptome und Modalitäten (Umstände, die die Art und Weise der Erkrankung beschreiben) einer Erkrankung wichtig, um die in Frage kommenden Arzneimittel voneinander abzugrenzen und sich für das richtige Mittel zu entscheiden.

 
Bei Calendula achtet man u.a. auf folgendes:
 
• Überempfindliches Gehör
• schreckhaft
• Mag sich nicht bewegen, am liebsten völlige Ruhelage
• Kalte, feuchte Luft verschlechtert den Zustand

Wenn Ihr Euch bei einer Verletzung für Calendula entschieden habt,
gebt Ihr eurem Tier 1 Globuli in C30 ins Maul. Am besten in die Backentasche oder in die Unterlippe (Lefze vorsichtig abziehen und Globuli hingeben. Im Normalfall bleiben sie direkt an der feuchten Schleimhaut im Maul hängen.

Nach dieser einmaligen Gabe beobachtet Ihr, wie die Heilung verläuft. Nur, wenn der Prozess stagniert, es sich nicht mehr verbessert, ist eine Wiederholung der Gabe angebracht.

Aber wirklich nur dann. Solange der Heilungsprozess anhält, müsst Ihr das Mittel nicht wiederholen.

Erkennen könnt Ihr das zum Beispiel daran, dass der Hund/die Katze nicht mehr versucht an der Wunde zu lecken. Oder wenn sich ein sehr unruhiges Tier plötzlich hinlegt und (endlich) schläft.
 
Häufig sind das die ersten Anzeichen, die uns zeigen, dass sich im Organismus etwas zum Positiven verändert.
Ihr seht, in der Homöopathie arbeitet man anders als in der Phytotherapie. Aber ich finde beide Heilmethoden super interessant und spannend.
 
Ich hoffe, ich habe Euch jetzt neugierig gemacht auf diese tolle Heilpflanze.
 
Aber mit Sicherheit wisst Ihr jetzt, warum sie in jeder Hausapotheke einen Stammplatz haben sollte 😊
   



Tierheilpraktikerin Maike Sauerstein        
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Bei den hier vorgestellten Methoden sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art handelt es sich um alternative Heilverfahren, welche weder nachgewiesen noch wissenschaftlich und schulmedizinisch anerkannt sind.
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